Mittwoch, 25. März 2009

Super Markt?


Billigpreise sind nicht zum Nulltarif!!

Aufruf zum Supermarkt-Aktionstag am 17. April!

Großaktion am 17.4.2009

Wann: 17 Uhr
Wo: Hofer*, Mariahilferstraße 123 (Ecke Millergasse), 1060 Wien

Der Höhepunkt des Aktionstags wird sehr bunt (und mit viel Musik!!) ablaufen. Das können wir bereits voraussagen. Wir treffen uns um 17 Uhr und werden uns dann gemeinsam koordinieren und die Aktion gemeinsam gestalten.

Wir werden bei dieser Großaktion zivilen Ungehorsams mit dem zentralen Grundsatz des individuellen Konsums brechen**, indem wir - demokratisch und öffentlich – kritische Fragen angesichts der Hofer-Warenfülle gemeinsam stellen und diskutieren wollen.
Näheres hier

*) Anmerkung: Hofer ist bei weitem nicht der einzige Supermarkt, auf den sich diese Aktion beziehen könnte. Vielmehr geht es um das Sichtbarmachen der strukturellen Probleme.
**) Nebenbei gesagt wird dies der einzige „Rechtsbruch“ der Aktion sein.


17. April
  • dezentrale und selbstorganisierte Aktionen in und rund um Supermärkte in Wien (Näheres hier)
  • gemeinsame Großaktion
  • Fest am Uni-Campus AKH (Wien)
16. April
Podiumsdiskussion "Super Markt. - Billigpreise zum Nulltarif?"
mit VertreterInnen von:
ÖBV/Via Campesina Austria, Gewerkschaft der Privatangestellten, IG Milch, Global 2000, Clean Clothes Kampagne und GMTN.

Nähere Infos hier


Wohlstand für alle! Globale (soziale) Rechte aneignen! Für ein ganz anderes Klima! Ernährungssouveränität jetzt!


Gegen Ausbeutung, Verdrängung und ökologische Zerstörung. - Für ein ganz anderes Klima!

Anlässlich des Internationalen Tages des kleinbäuerlichen Widerstandes am 17. April wird das Aktionsnetzwerk Supermärkte einen gemeinsamen Aktionstag organisieren. Im Zentrum steht die Rolle von Supermärkten als Kristallisationspunkt der globalen Landwirtschaft und des Lebensmittelsystems.
Rund um den Globus befinden sich Supermärkte auf dem Vormarsch. Bei Lebensmitteln sind es weltweit nur mehr dreißig Supermarktketten, welche ein Drittel des gesamten Handels abwickeln! Garant des Erfolgs sind in erster Linie Dauertiefstpreise – durchgesetzt von global operierenden Konzernen. Einziger Haken: Die viel gepriesene Billigware gibt es nicht zum Nulltarif. Vielmehr wäre sie ohne systematische Verletzung sozialer Rechte und ohne Zerstörung ökologischer Ressourcen überhaupt nicht möglich. Eng damit verknüpft sind die schikanösen Arbeitsbedingungen, die niedrigen Einkommen der Bauern und Bäuerinnen und die Hyperausbeutung von ArbeitsmigrantInnen und die dramatischen Auswirkungen der industriellen Landwirtschaft (mehr dazu unter „Hintergrund“).
Der Aktionstag zielt auf mehr ab als „bloße“ Information. Wir möchten vielmehr auch zur Kooperation mit all jenen Bewegungen, Initiativen und Gewerkschaften aufrufen, die bereits in konkrete Kämpfe um globale Rechte verwickelt sind. Beispielhaft seien hier die Milchbauern und -bäuerinnen, die Supermarktangestellten, die TransportarbeiterInnen, die Umwelt- und MenschenrechtsaktivistInnen, prekarisierte und kritische KonsumentInnen, die Solidaritätsbewegungen und migrantische LandarbeiterInnen angeführt. Wir möchten die Frage aufwerfen, wie Solidarität entlang der gesamten Produktionskette organisierbar ist und wie sich diese Akteure in ihrem Kampf um Rechte wechselseitig unterstützen können. In dieser Perspektive haben wir am Aktionstag folgendes vor:
Am Abend des 16.04. wird unter dieser Fragestellung eine Podiumsdiskussion stattfinden . Am Freitag, den 17. 04, sollen tagsüber mehrere dezentrale und selbstorganisierte Aktionen in und rund um Supermärkte durchgeführt werden. Diese Aktionen sollen – wenn möglich – dokumentiert werden (Film, Foto, Audio...), um die Aktion auch längerfristig zugänglich zu machen. Am frühen Abend wird es in Wien eine gemeinsame Großaktion geben, die anschließend ihren Abschluss in einem kleinen Fest am Campus des alten AKH finden soll .

Vorläufiger Ablauf der Veranstaltungen zum Tag des kleinbäuerlichen Widerstandes:
16. 04. 2009: Podiumsdiskussion zu verschiedenen Aspekten der Politik von Supermärkten: Welche Konsequenzen haben Preispolitiken auf verschiedene Akteure der Wertschöpfungskette und auf unsere ökologischen Ressourcen? Welche Konflikte und Kämpfe existieren bereits in Bezug auf Supermärkte? Welche Möglichkeiten und Perspektiven eröffnen sich über eine gemeinsame Kooperation? Auf dem Podium werden wir mit der Arbeiterkammer, der Gewerkschaft der Privatangestellten, der IG Milch und Südwind (angefragt) diskutieren.

17.04. 2009: Im Laufe des Tages werden in Wien mehrere dezentrale Aktionen durchgeführt, die anhand von Fotos und Videos dokumentiert werden sollen. Es gibt bereits mehrere Ideen (siehe „Aktionsideen“)

17 Uhr: gemeinsame Abschlussaktion für alle Beteiligten, danach gemeinsamer Protestzug Richtung Uni-Campus. Im AAKH werden wir dann das Dokumentationsmaterial der verschiedenen Aktionen zusammenführen und bei VoKü-Essen und Trinken das Geschehene Revue passieren lassen.Dabei wollen wir auch der Frage nach Ansatzpunkten für ein anderes Produzieren und Konsumieren nachgehen.
Genaue Informationen zu den Programmpunkten werden in diesem Blog ständig aktualisiert.

Das Aktionsnetzwerk Supermärkte freut sich über rege Beteiligung am Aktionstag und hofft auf zahlreiche Rückmeldungen!

Wer wir sind:
Im „Aktionsnetzwerk Supermärkte" sind Einzelpersonen genauso wie Menschen aus unterschiedlichen Gruppen, Zusammenhängen und Netzwerken, beteiligt (u.a. von der ÖBV/Via Campesina Austria, AgrarAttac, …). Gemeinsamer Nenner ist, dass wir angesichts der haarsträubenden Verhältnisse in der globalen Landwirtschaft aktiv werden wollen. Wir essen jeden Tag - es geht uns alle an!