<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-8051248517725236144</id><updated>2011-04-21T13:47:53.121-07:00</updated><title type='text'>Supermarkt-Aktionstag</title><subtitle type='html'>am 17. April 2009!</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://supermarktaktionstag.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8051248517725236144/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://supermarktaktionstag.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>NZ wiredonkies racing team</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08063230025895223732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>8</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8051248517725236144.post-315597172621367403</id><published>2009-03-25T07:03:00.001-07:00</published><updated>2009-04-16T08:18:57.481-07:00</updated><title type='text'>Super Markt?</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Billigpreise sind nicht zum Nulltarif!!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-size:180%;" &gt;Aufruf zum Supermarkt-Aktionstag am 17. April!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Großaktion am 17.4.2009&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Wann: 17 Uhr&lt;br /&gt;Wo: Hofer*, Mariahilferstraße 123 (Ecke Millergasse), 1060 Wien&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Höhepunkt des Aktionstags wird sehr bunt (und mit viel Musik!!) ablaufen. Das können wir bereits voraussagen. Wir treffen uns um 17 Uhr und werden uns dann gemeinsam koordinieren und die Aktion gemeinsam gestalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir werden bei dieser Großaktion zivilen Ungehorsams mit dem zentralen Grundsatz des individuellen Konsums brechen**, indem wir - demokratisch und öffentlich – kritische Fragen angesichts der Hofer-Warenfülle gemeinsam stellen und diskutieren wollen.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://supermarktaktionstag.blogspot.com/2009/03/aktuelles-aktionstag.html"&gt;Näheres hier&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;*) Anmerkung: Hofer ist bei weitem nicht der einzige Supermarkt, auf den sich diese Aktion beziehen könnte. Vielmehr geht es um das Sichtbarmachen der strukturellen Probleme.&lt;br /&gt;**) Nebenbei gesagt wird dies der einzige „Rechtsbruch“ der Aktion sein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;17. April&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span&gt;dezentrale und selbstorganisierte Aktionen in und rund um Supermärkte in Wien (&lt;a href="http://supermarktaktionstag.blogspot.com/2009/03/aktionsideen.html"&gt;Näheres hier&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span&gt;gemeinsame Großaktion&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span&gt;Fest am Uni-Campus AKH (Wien)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;16. April&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Podiumsdiskussion "Super Markt. - Billigpreise zum Nulltarif?"&lt;br /&gt;mit VertreterInnen von:&lt;br /&gt;ÖBV/Via Campesina Austria, Gewerkschaft der Privatangestellten, IG Milch, Global 2000, Clean Clothes Kampagne und GMTN.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;a href="http://supermarktaktionstag.blogspot.com/2009/03/aktuelles-aktionstag.html"&gt;Nähere Infos hier&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Wohlstand für alle! Globale (soziale) Rechte aneignen! Für ein ganz anderes Klima! Ernährungssouveränität jetzt!&lt;/span&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Gegen Ausbeutung, Verdrängung und ökologische Zerstörung. - Für ein ganz anderes Klima!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;Anlässlich des Internationalen Tages des kleinbäuerlichen Widerstandes am 17. April wird das Aktionsnetzwerk Supermärkte einen gemeinsamen Aktionstag organisieren. Im Zentrum steht die Rolle von Supermärkten als Kristallisationspunkt der globalen Landwirtschaft und des Lebensmittelsystems.&lt;br /&gt;Rund um den Globus befinden sich Supermärkte auf dem Vormarsch. Bei Lebensmitteln sind es weltweit nur mehr dreißig Supermarktketten, welche ein Drittel des gesamten Handels abwickeln! Garant des Erfolgs sind in erster Linie Dauertiefstpreise – durchgesetzt von global operierenden Konzernen. Einziger Haken: Die viel gepriesene Billigware gibt es nicht zum Nulltarif. Vielmehr wäre sie ohne systematische Verletzung sozialer Rechte und ohne Zerstörung ökologischer Ressourcen überhaupt nicht möglich. Eng damit verknüpft sind die schikanösen Arbeitsbedingungen, die niedrigen Einkommen der Bauern und Bäuerinnen und die Hyperausbeutung von ArbeitsmigrantInnen und die dramatischen Auswirkungen der industriellen Landwirtschaft (mehr dazu unter „&lt;a href="http://supermarktaktionstag.blogspot.com/2009/03/super-markt-billigpreise-sind-nicht-zum_23.html"&gt;Hintergrund&lt;/a&gt;“).&lt;br /&gt;Der Aktionstag zielt auf mehr ab als „bloße“ Information. Wir möchten vielmehr auch zur Kooperation mit all jenen Bewegungen, Initiativen und Gewerkschaften aufrufen, die bereits in konkrete Kämpfe um globale Rechte verwickelt sind. Beispielhaft seien hier die Milchbauern und -bäuerinnen, die Supermarktangestellten, die TransportarbeiterInnen, die Umwelt- und MenschenrechtsaktivistInnen, prekarisierte und kritische KonsumentInnen, die Solidaritätsbewegungen und migrantische LandarbeiterInnen angeführt. Wir möchten die Frage aufwerfen, wie Solidarität entlang der gesamten Produktionskette organisierbar ist und wie sich diese Akteure in ihrem Kampf um Rechte wechselseitig unterstützen können. In dieser Perspektive haben wir am Aktionstag folgendes vor:&lt;br /&gt;Am Abend des &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;16.04.&lt;/span&gt; wird unter dieser Fragestellung eine &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Podiumsdiskussion &lt;/span&gt;stattfinden . Am Freitag, den &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;17. 04&lt;/span&gt;, sollen tagsüber mehrere &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;dezentrale und selbstorganisierte Aktionen&lt;/span&gt; in und rund um Supermärkte durchgeführt werden. Diese Aktionen sollen – wenn möglich – dokumentiert werden (Film, Foto, Audio...), um die Aktion auch längerfristig zugänglich zu machen. Am frühen Abend wird es in Wien eine gemeinsame &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Großaktion &lt;/span&gt;geben, die anschließend ihren &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Abschluss &lt;/span&gt;in einem kleinen Fest am Campus des alten AKH finden soll .&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Vorläufiger Ablauf der Veranstaltungen zum Tag des kleinbäuerlichen Widerstandes:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;16. 04. 2009: Podiumsdiskussion zu verschiedenen Aspekten der Politik von Supermärkten: Welche Konsequenzen haben Preispolitiken auf verschiedene Akteure der Wertschöpfungskette und auf unsere ökologischen Ressourcen? Welche Konflikte und Kämpfe existieren bereits in Bezug auf Supermärkte? Welche Möglichkeiten und Perspektiven eröffnen sich über eine gemeinsame Kooperation? Auf dem Podium werden wir mit der Arbeiterkammer, der Gewerkschaft der Privatangestellten, der IG Milch und Südwind (angefragt) diskutieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;17.04. 2009: Im Laufe des Tages werden in Wien mehrere dezentrale Aktionen durchgeführt, die anhand von Fotos und Videos dokumentiert werden sollen. Es gibt bereits mehrere Ideen (siehe „&lt;a href="http://supermarktaktionstag.blogspot.com/2009/03/aktionsideen.html"&gt;Aktionsideen&lt;/a&gt;“)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;17 Uhr: gemeinsame Abschlussaktion für alle Beteiligten, danach gemeinsamer Protestzug Richtung Uni-Campus. Im AAKH werden wir dann das Dokumentationsmaterial der verschiedenen Aktionen zusammenführen und bei VoKü-Essen und Trinken das Geschehene Revue passieren lassen.Dabei wollen wir auch der Frage nach Ansatzpunkten für ein anderes Produzieren und Konsumieren nachgehen.&lt;br /&gt;Genaue Informationen zu den Programmpunkten werden in diesem Blog ständig aktualisiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Aktionsnetzwerk Supermärkte freut sich über rege Beteiligung am Aktionstag und hofft auf zahlreiche Rückmeldungen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer wir sind:&lt;br /&gt;Im „Aktionsnetzwerk Supermärkte" sind Einzelpersonen genauso wie Menschen aus unterschiedlichen Gruppen, Zusammenhängen und Netzwerken, beteiligt (u.a. von der ÖBV/Via Campesina Austria, AgrarAttac, …). Gemeinsamer Nenner ist, dass wir angesichts der haarsträubenden Verhältnisse in der globalen Landwirtschaft aktiv werden wollen. Wir essen jeden Tag - es geht uns alle an!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8051248517725236144-315597172621367403?l=supermarktaktionstag.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://supermarktaktionstag.blogspot.com/feeds/315597172621367403/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://supermarktaktionstag.blogspot.com/2009/03/super-markt1_25.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8051248517725236144/posts/default/315597172621367403'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8051248517725236144/posts/default/315597172621367403'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://supermarktaktionstag.blogspot.com/2009/03/super-markt1_25.html' title='Super Markt?'/><author><name>NZ wiredonkies racing team</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08063230025895223732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8051248517725236144.post-6450540031304817843</id><published>2009-03-25T07:00:00.000-07:00</published><updated>2009-03-25T07:22:43.123-07:00</updated><title type='text'>Kontakt</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;br /&gt;Bei weiteren Fragen, Anregungen oder Wünschen könnt ihr das Aktionnetzwerk hier kontaktieren:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;span&gt;                    supermarktaktionstag@gmx.at&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8051248517725236144-6450540031304817843?l=supermarktaktionstag.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://supermarktaktionstag.blogspot.com/feeds/6450540031304817843/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://supermarktaktionstag.blogspot.com/2009/03/kontakt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8051248517725236144/posts/default/6450540031304817843'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8051248517725236144/posts/default/6450540031304817843'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://supermarktaktionstag.blogspot.com/2009/03/kontakt.html' title='Kontakt'/><author><name>NZ wiredonkies racing team</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08063230025895223732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8051248517725236144.post-7117591591512961515</id><published>2009-03-25T06:32:00.001-07:00</published><updated>2009-03-25T06:59:36.827-07:00</updated><title type='text'>Bittere Ernte</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Hinter der Stadtgrenze – zwei Ausflüge zu den ErdbeerflückerInnen im Marchfeld&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Aktionsgruppe „Bittere Ernte“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Juni 2008 fuhren wir, eine Gruppe von ca. 20 AktivistInnen, mehrere Male ins Marchfeld, ausgerüstet mit ca. 4000 Flugblättern in 7 verschiedenen Sprachen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hintergrund war, dass zu dieser Zeit die Erdbeerernte voll im Gange war. Mehrere tausend SaisonarbeiterInnen arbeiten Jahr für Jahr im Marchfeld, die größten Betriebe beschäftigen mehr als hundert ArbeiterInnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Region gehört größtenteils zum Bezirk Gänserndorf, außerdem zählen weite Teile des 21. und 22. Bezirks dazu. Das Gebiet wird im Westen von Wien, im Osten von der March bzw. der slowakischen Grenze, im Süden von der Donau und im Norden vom Weinviertler Hügelland begrenzt. Aufgrund der flachen Topographie eignete sich das Marchfeld seit jeher für intensive landwirtschaftliche Produktion – noch lange nach dem 2. Weltkrieg war die Region als Kornkammer Österreichs bekannt, nach dem sukzessiven Preisverfall für Getreide stiegen viele Betriebe in den 80er und 90er Jahren auf arbeitsintensives Feldgemüse, Spargel und Erdbeerkulturen um.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bereits Anfang Mai diesen Jahres hatten sich Interessierte aus dem Umfeld der ÖBV - Via Campesina Austria, des Europäischen BürgerInnenforums, Agrar-ATTAC, der Zeitschrift grundrisse, der in Wien erscheinenden polnischsprachigen Zeitung Polonika sowie anderer Gruppen und Einzelpersonen zusammengefunden, um darüber nachzudenken, wie landwirtschaftliche SaisonarbeiterInnen während ihres Aufenthalts in Österreich unterstützt werden könnten. Denn wie aus einer Vielzahl an Recherchen und journalistischen Berichten, die in den letzten Jahren erschienen sind, hervorgeht, sind die Lebens- und Arbeitsbedingungen von SaisonarbeiterInnen v.a. in der Spargel- und Erdbeerproduktion, aber auch bei anderen arbeitsintensiven Obst- und Gemüsekulturen nicht selten äußerst miserabel. Es handelt sich um einen Niedriglohnsektor, der von ÖsterreicherInnen seit Jahrzehnten gemieden wird und der buchstäblich frei ist von jeglichen gewerkschaftlichen Strukturen. Wie wir von den ArbeiterInnen erfuhren, werden für ein Kilogramm gepflückter Erdbeeren momentan 30 Cent bezahlt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Vorfeld organisierten wir mehrere Arbeitstreffen, fixierten die Orte, die besucht werden sollten und einigten uns auf den Inhalt des Flugblattes. Dieses umfasst die Eckdaten des Kollektivvertrags für ErntehelferInnen, Hinweise in Bezug auf Unterbringung und Verpflegung, Sicherheit und Arbeitsklima, sowie Kontakttelefonnummern. Erfreulicher Weise kam eine Kooperation mit dem Verein Notruf zustande, der die Aktion unterstützte und anbot, eine Telefonnummer für Frauen, die an ihrem Arbeitsplatz von sexualisierter Gewalt betroffen sind, am Flugblatt anzuführen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zentral in unseren vorbereitenden Diskussionen war der Anspruch, die Verhältnisse, die diese Formen der Ausbeutung erzeugen, strukturell zu verstehen, und insbesondere Ansatzpunkte zu suchen, wie mensch sie verändern kann. Was wir vermeiden wollten, war die Reproduktion von Erklärungsmustern eindimensionaler Betroffenheit. Uns ist klar, dass die SaisonarbeiterInnen, von denen wir reden, keine homogene Gruppe sind, und außerdem innerhalb der gegebenen Möglichkeiten selbst entscheiden, in welche Arbeitsverhältnisse sie sich begeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Grundtenor innerhalb der Gruppe war, dass wir unsere Aktion mit entsprechender Vorsicht angehen wollten. Dies einerseits aus fehlender Erfahrung in diesem Terrain – in Bezug auf die Arbeitsbedingungen im Marchfeld gab es bisher keinerlei Interventionen von Gewerkschaften oder NGOs, auf die mensch sich beziehen könnte – andererseits angesichts der Gefahr, dass wir bei zu aufdringlichem Agitieren eher die Arbeitsplätze der SaisonarbeiterInnen gefährden würden als ihre Situation zu verbessern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir entschlossen uns, in den Abendstunden, nach Ende des Arbeitstages, in den Orten anwesend zu sein, um mit den ErntehelferInnen in einer ruhigeren Atmosphäre ins Gespräch kommen zu können. Auf dem Feld, bei der Anwesenheit von Vorarbeitern und unter dem Druck der (Akkord-) Arbeit würde das Verteilen von Flugblättern nur in einer „hit and run“- Manier erfolgen können, was wir vermeiden wollten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Spazieren gehen in den Ortschaften (insgesamt waren wir in ca. 10 Dörfern) gegen Abend gelang es uns, mit ArbeiterInnen näher ins Gespräch zu kommen. Übersetzungen der Flugblätter auf Polnisch, Tschechisch, Rumänisch, Serbokroatisch, Ukrainisch und Türkisch waren vorhanden. Unter den AktivistInnen, die an dem Ausflug teilnahmen, waren einige Native Speakers.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Welche Repressionsgewalt Vorarbeiterstrukturen auf den großen Betrieben beizumessen ist, bekam eine unserer Gruppen bei zwei Besuchen zu spüren, als ein Vorarbeiter auf einem Betrieb mehrmals damit drohte, die Polizei anzurufen. Um einiges schlimmer als diese Androhung war allerdings die Tatsache, dass sämtliche ArbeiterInnen, mit denen wir bereits in interessante Gespräche vertieft waren, diese abrupt abbrachen, als der Vorarbeiter auftauchte.&lt;br /&gt;Bei vielen Gesprächen zeigte sich die äußerst starke, schwer durchschaubare Hierarchisierung der Gruppen von ErntehelferInnen. Wir bekamen zu hören, dass manche ArbeiterInnen mehrere tausend Euro Vermittlungsgebühr bezahlen, manche viel weniger, je nach Nähe zur Vermittlerstruktur. Eine andere wichtige Frage war die des Transports: eine Gruppe von rumänischen ArbeiterInnen war anlässlich der Heimfahrt mit dem Fahrer/Arbeitsvermittler in Streit gekommen: dieser verlangte weitere 100 Euro für die Heimfahrt, was zu Beginn der Arbeit nicht abgemacht worden war.&lt;br /&gt;Ein genaues Verständnis der Dynamik dieser sozialen (Unter-)Privilegiertheit der unterschiedlichen (Sub-)Gruppen auf den einzelnen Höfen wäre allerdings Voraussetzung einer sinnvollen Unterstützung der ArbeiterInnen. Einstweilen ist noch offen, ob und mit welchen Mitteln der Untersuchung und Intervention diese Arbeit geleistet werden kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eines der vorrangigen Ziele unserer Aktion war ja, ArbeiterInnen kennenzulernen, die die Bedingungen ihrer Arbeit in Österreich verändern wollen und die wir dabei unterstützen können. Denn nur mit ihrer Zustimmung und Beteiligung kann gewährleistet werden, dass eine Intervention von außen nicht Arbeitsplätze gefährdet und am Ende nicht mehr Verwirrung stiftet bzw. Repression hervorruft als aktive Widerständigkeit fördert. Es wäre übertrieben zu behaupten, wir hätten bei diesem ersten Schritt des Flugblatt-Verteilens nicht mehr neue Fragen als Antworten gefunden. Wir denken allerdings, dass das Kennenlernen der Strukturen dieser weithin ignorierten und gut abgeschotteten Realität landwirtschaftlicher Produktion unabdingbare Voraussetzung für Intervention darstellt. Was wir bisher haben, sind punktuelle Einblicke in die Thematik und einige Kontakte zu ArbeiterInnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In engem Zusammenhang mit den Produktionsbedingungen steht die Logik der agrarkapitalistischen Vermarktung. Denn die Preisdrückerei im Lebensmittelsektor hat unmittelbare Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen und die Löhne in der Landwirtschaft. Unabhängig von unseren Vorbereitungen entwickelte eine andere politische Gruppe ein Flugblatt, das die Arbeitsbedingungen in der Spargelernte kritisiert, und sich mit dieser Kritik an die KonsumentInnen wendet. Dieses Flugblatt ist dazu gedacht, in und vor Supermärkten verteilt zu werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was die Flublattaktion im Marchfeld betrifft, wurde uns klar, dass wir hier mit einer hohen Komplexität und Widersprüchlichkeit konfrontiert sind, die zeigt, dass die Formen politischer Intervention selbst immer wieder zu hinterfragen sind. Paternalistische "Solidarität" ist Teil des Problems. Einen Horizont stellt für uns die Suche nach Formen der und Möglichkeiten für emanzipatorische Selbstorganisation der SaisonarbeiterInnen dar. Wie wir uns als politisch Aktive zu dieser unterschlagenen Wirklichkeit verhalten (können), ist eine Frage, die wir in Zukunft mit Sicherheit weiter bearbeiten werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kontakt: ernte@lnxnt.org&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8051248517725236144-7117591591512961515?l=supermarktaktionstag.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://supermarktaktionstag.blogspot.com/feeds/7117591591512961515/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://supermarktaktionstag.blogspot.com/2009/03/bittere-ernte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8051248517725236144/posts/default/7117591591512961515'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8051248517725236144/posts/default/7117591591512961515'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://supermarktaktionstag.blogspot.com/2009/03/bittere-ernte.html' title='Bittere Ernte'/><author><name>NZ wiredonkies racing team</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08063230025895223732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8051248517725236144.post-7117561948575280141</id><published>2009-03-23T08:44:00.001-07:00</published><updated>2009-04-16T06:19:17.702-07:00</updated><title type='text'>Links und Literatur</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Aktionen und Kampagnen:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.attac.de/archive/lidl/www.attac.de/lidl-kampagne/index.html"&gt;Lidl - Kampagne&lt;/a&gt; - Attac Deutschland&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://lidl.verdi.de/"&gt;Bespitzelung bei Lidl&lt;/a&gt; - ver.di&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a class="moz-txt-link-abbreviated" href="http://www.supermarktmacht.de/"&gt;www.supermarktmacht.de&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Pestizidrückstandsbewertung von Greenpeace bei Obst und Gemüse &lt;a href="http://de.einkaufsnetz.org/download/24378.pdf"&gt;Teil 1&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/umweltgifte/greenpeace_ratgeber_pestizide_supermarkt.pdf"&gt;Teil 2&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://walmartwatch.com/"&gt;Wal-Mart Watch&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Videos&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://fora.tv/2008/05/16/Raj_Patel_Discusses_Stuffed_and_Starved"&gt;Raj Patel discussion&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.blogger.com/www.storyofstuff.org"&gt;The Story of Stuff&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Aus der Reihe "Tatort" die Folge &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=rp-QdADyNDU"&gt;Kassensturz&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.supermercadosnogracias.info/spip.php?article19&amp;amp;lang=es"&gt;Spanische Supermarktaktion&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Walmart Aktion in Mexico &lt;a href="http://video.google.com/videoplay?docid=818540535102292014"&gt;Teil 1&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=iMbD_KW0pS0"&gt;Teil 2&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=X4GMXavfKPY&amp;amp;NR=1"&gt;"Supermarket flash mob freeze"&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=7HfMaJJlxTE"&gt;"Supermarket domino"&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Literatur:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://gskb.wordpress.com/2008/06/27/supermarkte-migration-globale-landwirtschaft/"&gt;Vom Ausverkauf sozialer Rechte&lt;/a&gt; - No Lager Bremen&lt;br /&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.inkota.de/index.htm?http://www.inkota.de/publik/index.htm?http://www.inkota.de/publik/ibrief/"&gt;INKOTA - Brief&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www2.weed-online.org/uploads/grenzenlos_billig.pdf"&gt;Grenzenlos billig? Globalisierung und Discountierung im Einzelhandel&lt;/a&gt; -Weed&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.oxfam.de/download/endstation_ladentheke.pdf"&gt;Endstation Ladentheke. Einzelhandel - Macht - Einkauf&lt;/a&gt; - Oxfam&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.wolfgangfritzhaug.inkrit.de/documents/Ichkaufealsobinich07.pdf"&gt;Variationen über den Spruch 'Ich kaufe, also bin ich&lt;/a&gt;' - Wolfgang Fritz Haug&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Zeitschrift für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen Kurswechsel zum Thema "Ernährung"&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://no-racism.net/upload/823354996.pdf"&gt;Broschüre - "Peripherie und Plastikmeer"&lt;/a&gt; vom EuropäischeN BürgerInnenforum&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://stuffedandstarved.org/"&gt;Stuffedandstarved&lt;/a&gt; - Raj Patel&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://no-racism.net/article/2548/"&gt;Was hat Gemüse mit Migration zu tun?&lt;/a&gt; - noracism.net&lt;/li&gt;&lt;li&gt;US - Patent zum &lt;a href="http://www.pat2pdf.org/patents/pat1242872.pdf"&gt;Self Serving Store&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://pdf.zeit.de/2009/16/DOS-Globalisierung.pdf"&gt;Über den Zusammenhang von Erdbeeren, Rassismus, Migration und Weltwirtschaftskrise&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Winfried Wolf: &lt;a href="http://www.lunapark21.net/archiv/lp21/lp21_kalkei_s.pdf"&gt;Wie kommt das Walnussfleisch ins Mövenpickeis?&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://www.crocodyl.com/"&gt;Crocodyl &lt;/a&gt;- Ausgezeichnete Rechercheseite zu Konzernen aller Art&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://kommzuuns.ko.funpic.de/supermarkt/supermarkttour_hintergrund_recherche.pdf"&gt;Supermarkttour &lt;/a&gt;- Ein guter Text über Hintergründe der in Supermärkten versammelten Warenfülle&lt;br /&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8051248517725236144-7117561948575280141?l=supermarktaktionstag.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://supermarktaktionstag.blogspot.com/feeds/7117561948575280141/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://supermarktaktionstag.blogspot.com/2009/03/links-und-literatur.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8051248517725236144/posts/default/7117561948575280141'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8051248517725236144/posts/default/7117561948575280141'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://supermarktaktionstag.blogspot.com/2009/03/links-und-literatur.html' title='Links und Literatur'/><author><name>NZ wiredonkies racing team</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08063230025895223732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8051248517725236144.post-5008518591118498863</id><published>2009-03-23T08:43:00.002-07:00</published><updated>2009-03-25T07:21:34.472-07:00</updated><title type='text'>Vorgeschichte</title><content type='html'>Im Vorfeld gab es schon einige Aktionen und Veranstaltungen zu diesem oder damit verbundenen Themen, welche wir euch nicht vorenthalten möchten.&lt;br /&gt;Hier einige davon:&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Veranstaltung "Ladenschluss" im Weltcafé. Hier ein Live - Mitschnitt zum &lt;a href="http://cba.fro.at/m3u.php?eintrag_id=11709"&gt;Download&lt;/a&gt;.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Marchfeldaktion &lt;a href="http://supermarktaktionstag.blogspot.com/2009/03/bittere-ernte.html"&gt;"Bittere Ernte"&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Aktionen am KlimaCamp08 in Hamburg &lt;a href="http://www.klimacamp08.net/presseblog/2-presseblog/345-indy-250808-fotos-reclaim-your-market-supermarktaktion"&gt;Teil 1&lt;/a&gt; &lt;a href="http://camp08.antira.info/eventleser/events/reclaim-your-market.html"&gt;Teil 2 &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8051248517725236144-5008518591118498863?l=supermarktaktionstag.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://supermarktaktionstag.blogspot.com/feeds/5008518591118498863/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://supermarktaktionstag.blogspot.com/2009/03/vorgeschichte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8051248517725236144/posts/default/5008518591118498863'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8051248517725236144/posts/default/5008518591118498863'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://supermarktaktionstag.blogspot.com/2009/03/vorgeschichte.html' title='Vorgeschichte'/><author><name>NZ wiredonkies racing team</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08063230025895223732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8051248517725236144.post-8396031563478969122</id><published>2009-03-23T08:43:00.001-07:00</published><updated>2009-04-16T07:21:01.740-07:00</updated><title type='text'>Aktionsideen</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;font-size:130%;" &gt;Aktionstag 17 April 2009– Was passiert?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Seit 1996, wurde der 17te April zum „Internationalen Tag des kleinbäuerlichen Widerstands“ von Via Campesina erklärt. Dieser Tag soll den Mord an 19 brasilianischen landlosen BäuerInnen in Erinnerung bringen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am 17.04.09 sollen in Wien und Österreich den ganzen Tag über, in oder vor den verschiedensten Supermärkten kleine dezentrale und selbstorganisierte Aktionen stattfinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&gt;&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;motivierte AktivistInnen bitte melden&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;In kleinen Gruppen kann gemacht werden was wer wann wo will. Anknüpfungspunkte in und um Supermärkte gibt’s viele. Auf der Homepage könnt ihr eure Aktionen eigenständig ankündigen und nachschauen, was andere Gruppen machen. Beim offenen Vorbereitungsplenum &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;am 31.3. um 19 Uhr im Seminarraum der ÖFSE&lt;/span&gt; (Berggasse 7, 1090 Wien) gibt’s auch die Möglichkeit, sich mit anderen Leuten zu vernetzen und gemeinsam Aktionen vorzubereiten.&lt;br /&gt;Wir schlagen auch vor, dass ihr eure Aktionen dokumentiert, um sie einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zum Ausklang des Tages gibt’s gegen 17 Uhr eine große gemeinsame Aktion (Zeit und Ort wird auf der Homepage noch bekannt gegeben) und anschließend gemütliches Beisammensein mit VoKü und Musik im Alten AKH. Bringt eure dokumentierten Aktionen zum Herzeigen mit! Die Dokumentationen können dann auch auf der Homepage veröffentlicht werden. Mit dem Aktionstag sind die von uns aufgeworfenen Fragen nicht erledigt. Es wird also weitergehen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: right; font-weight: bold;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&gt;&gt; &lt;/span&gt;Aktionsideen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Rechtlicher Hinweis:&lt;/span&gt; Da Supermärkte „Privatgrund“ sind, könnte es sein, dass gewisse Aktionsformen als Besitzstörung, Ladendiebstahl oder ähnliche Vergehen aufgefasst werden. Seid also vorsichtig und achtet darauf, euch selbst und andere nicht unnötig zu gefährden! &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Quiztafel&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Wir möchten eine Quiztafel mit 4-8 Fragen zu interessanten  Fakten aus dem Bereich Landwirtschaft/Ernährung (Marktmacht, Beschäftigte,…)  gestalten und vor einem oder mehreren Supermärkten Menschen die Möglichkeit geben, an der Tafel ihr  Wissen zu testen.  Dabei wollen wir auch mit den Menschen über die richtigen Antworten reden und Flugzettel verteilen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;  &gt;&gt;Kontakt&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Zum Erarbeiten der Fragen treffen wir uns am Donnerstag, dem 16. April, um 10 Uhr im Büro der ÖBV-Via Campesina Austria (1060 Wien, Mariahilfer Straße 89/22). Dort werden auch die Orte und Zeiten für den Einsatz der Quiztafel festgelegt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Supermarkttheater&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Ideensammlung:&lt;span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span&gt;Wie kompliziert sich doch der Einkauf von Obst im Supermarkt gestalten kann. ..Nehm ich den  Apfel aus Österreich oder doch lieber den aus Frankreich?  Der ist zwar „bio“, aber halt auch ein wenig teurer…und dann noch so aufwendig verpackt… Und überhaupt – wieso aus Frankreich?  Eine lautstarke Diskussion wird auch andere KonsumentInnen zum Nachdenken anregen.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span&gt;„Kleider machen Leute“ – am besten billig? Auch darüber lässt es sich (im Supermarkt) streiten…&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span&gt;Ein älterer Bauer im Supermarkt, müde und sich den Rücken haltend, wandert durch die Regalreihen. Weder Zeit noch Geld für Urlaub und Erholung? Kein Wunder bei DEN Preisen… &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span&gt;Billas Hausverstand begleitet KonsumentInnen beim Einkauf und gibt gute Ratschläge.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&gt;&gt; Kontakt&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;für alle die am Supermarkttheater teilnehmen möchten und/oder weitere Ideen haben: supermarkttheater@gmx.at&lt;br /&gt;Voraussichtlicher Treffpunkt für alle beteiligten Aktivisten ist am 17. 04. um 15 Uhr bei der U-Bahn-Station „Zieglergasse“, Ausgang „Andreasgasse“ / „Otto-Bauer-Gasse“. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;SuperSupermarkt ranking.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;„Und da kommt schon Billa angetanzt, meine Damen und Herren! Wunderschön ist der Billa heute, und wir schauen uns als erstes seine ganz außergewöhnlichen Arbeitsbedingungen an, schauen sie sich diese laaaaaangen Arbeitstunden an! Wieviel Punkte kriegt denn der Billa? Wie wird sich die Jury jetzt entscheiden...die Spannung steigt...die Spannung steigt...einen glatten 1er, Wunderbar, die Jury hat entschieden!“&lt;br /&gt;Wir zieren uns mit Supermartsäcken und präsentieren als ultrageile Show unsere verschiedenen Themenfelder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Haufen - Aktion&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Wer sich mit Supermärkten beschäftigt, stösst sehr schnell auf weggeworfene, aber noch verwertbare Lebensmittel.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;             Diese wollen wir sichtbar machen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;                                                                     - und auf einen Haufen bringen!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Damit dieser es schafft  große Augen, staunende Münder und Schüttelköpfe zu provozieren,  brauchen wir euch ALLE!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&gt;&gt; Kontakt &lt;a href="mailto:haufen1704@gmx.at"&gt;haufen1704@gmx.at&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Pickerl Attacke&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Wer hat noch nicht davon geträumt Pickerl im Supermarkt kleben zu dürfen?&lt;br /&gt;Unfair trade - Will nach Hause - Bin 2009 km gereist - ich fördere die globale Erwärmung- eine Hälfte von uns wird heute im Müll landen - dieses Jahr haben sich in Indien xy Kleinbauern umgebracht -  Pesticide Corporation – ich habe nie die Alpen gesehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Falls ihr nicht dazu kommt, eure eigenen Ideen in eine aufklebbare Form zu bringen, haben wir schon einige ausdruckfertig vorbereitet:&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://kommzuuns.ko.funpic.de/supermarkt/willheim.doc"&gt;„will heim! Bin 8.375 km gereist“&lt;/a&gt; für Äpfel aus Südafrika.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://kommzuuns.ko.funpic.de/supermarkt/unfair.doc"&gt;„Unfair Trade“&lt;/a&gt;  mit sich erhängendem Menschlein.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;In Anlehnung an Stiftung Warentest: &lt;a href="http://kommzuuns.ko.funpic.de/supermarkt/pestizid.doc"&gt;„Pestizid Weltmeisterin“&lt;/a&gt; für konventionelle Bananen&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://kommzuuns.ko.funpic.de/supermarkt/stinkig.doc"&gt;„sehr stinkig!"&lt;/a&gt; 1000 mal mehr CO2 als bei regionalen Produkten“ für Produkte aus Lateinamerika.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://kommzuuns.ko.funpic.de/supermarkt/leistung.doc"&gt;„schlechtes Leistung-Preis Verhältnis“&lt;/a&gt; für Milch, Kaffee,…&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href="http://kommzuuns.ko.funpic.de/supermarkt/mangelhaft.doc"&gt;„mangelhafte Bezahlung der LandarbeiterInnen -&gt; 1,50 €/ Stunde“&lt;/a&gt; für Obst und Gemüse aus Almeria, Spanien.&lt;br /&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;Also einfach ausdrucken und los geht’s!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;wir haben die Pickerl an die Größe der Etiketten, die bei Libro zu kaufen sind angepasst – 12 Stück pro Blatt- Software Code 4781.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für die Menschen ohne Ausdruckmöglichkeit werden wir Pickerl (sogar in Farbe!!!) zur Verfügung stellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anfrage bitte an die Mailadresse der Haufen-Aktion: &lt;a href="mailto:haufen1704@gmx.at"&gt;haufen1704@gmx.at&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wertschöpfungskette&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Wo kommt die Milch her? Welchen Weg nimmt der Kaffee? Wer isst eigentlich den Rest von der Hühnerbrust? Wir bauen uns eine Wertschöpfungskette und stellen sie schauspielerisch dar. Jede Station auf dem Weg vom Produzenten zum Konsumenten (Supermarkt) wird durch eine Person dargestellt, der Weg selbst durch einen Faden. Vielleicht auch mit Preisangaben? -  Was kostet wo wieviel, wo geht die ganze Kohle hin?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Supermarktball&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ein großes Fest - die Paradeiser tanzen Walzer. Wer darf mittanzen? Rund genug? Rot genug? Wer erfüllt die Regelungen die der Supermarkt vom Produzenten fordert? Der Securitytyp schmeißt das unpassende Gemüse raus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ideen gibt es also genügend. Wir freuen uns schon auf alle die mitmachen..&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Hier noch weitere Anregungen:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.liberation.fr/societe/0101309122-les-robins-des-bois-des-supermarches"&gt;"Supermarket Robin Hoods"&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Französische Aktion zum Thema Armut und Essen in Unmengen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.dailymotion.com/relevance/search/l%2527appel%2Bet%2Bla%2Bpioche/video/x6q863_nouveaux-precaires-affames-lappel-e_news"&gt;"Supermarktaktion in Frankreich 1"&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.dailymotion.com/search/action%2Bsupermarches/video/x7lw8r_contre-les-faims-de-mois-difficiles_news"&gt;"Supermarktaktion in Frankreich 2"&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Mit diesen Aktionen macht eine Gruppe in Frankreich immer wieder auf grundlos gestiegene Preise während der Krise aufmerksam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kennst du Yomango? &lt;a href="http://www.sindominio.net/fiambrera/007/ymng/central.htm"&gt;Teil 1&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=rXBSAubWc1A"&gt;Teil 2&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Zum thema civil disobedience.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://stuffedandstarved.org/drupal/urgentactions"&gt;Anregungen von Raj Patel&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Fundgrube für Aktionsideen sind auch folgende Seiten:&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.attac.de/archive/lidl/www.attac.de/lidl-kampagne/index.html"&gt;Lidl - Kampagne&lt;/a&gt; - Attac Deutschland&lt;br /&gt;&lt;a href="http://lidl.verdi.de/"&gt;Bespitzelung bei Lidl&lt;/a&gt; - ver.di&lt;br /&gt;&lt;a class="moz-txt-link-abbreviated" href="http://www.supermarktmacht.de/"&gt;www.supermarktmacht.de&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8051248517725236144-8396031563478969122?l=supermarktaktionstag.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://supermarktaktionstag.blogspot.com/feeds/8396031563478969122/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://supermarktaktionstag.blogspot.com/2009/03/aktionsideen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8051248517725236144/posts/default/8396031563478969122'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8051248517725236144/posts/default/8396031563478969122'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://supermarktaktionstag.blogspot.com/2009/03/aktionsideen.html' title='Aktionsideen'/><author><name>NZ wiredonkies racing team</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08063230025895223732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8051248517725236144.post-8301925513297114062</id><published>2009-03-23T08:41:00.000-07:00</published><updated>2009-04-16T03:10:02.156-07:00</updated><title type='text'>Aktuelles Aktionstag</title><content type='html'>&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Super Markt? - Billigpreise sind nicht zum Nulltarif!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Großaktion am 17.4.2009&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wann: 17 Uhr&lt;br /&gt;Wo: Hofer*, Mariahilferstraße 123 (Ecke Millergasse), 1060 Wien&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.wien.gv.at/stadtplan/spread.asp?Cmd=adrok&amp;amp;lang=de&amp;amp;advadrwebappID=4563968c-c23f-499d-bf4f-99f49d5529e6"&gt;Karte&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Höhepunkt des Aktionstags wird sehr bunt (und mit viel Musik!!) ablaufen. Das können wir bereits voraussagen. Wir treffen uns um 17 Uhr und werden uns dann gemeinsam koordinieren und die Aktion gemeinsam gestalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir werden bei dieser Großaktion zivilen Ungehorsams mit dem zentralen Grundsatz des individuellen Konsums brechen**, indem wir - demokratisch und öffentlich – folgende und viele weitere Fragen angesichts der Hofer-Warenfülle gemeinsam stellen und diskutieren wollen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer entscheidet über den Anteil von Pestiziden in unseren Nahrungsmitteln? Wer entscheidet über den Preis, den LandarbeiterInnen und BäuerInnen erhalten? Wer entscheidet über Herkunft und Produktionsbedingungen der Nahrungsmittel? Wer entscheidet über die Technologien, die zum Einsatz kommen? Wer über die Inhaltstoffe? Wer über die „Kosten“, die als Nebenfolgen auf andere Menschen, Generationen und Natur ausgelagert werden? Wer entscheidet, dass die Preise höher sind, als es sich die Ärmsten leisten können? Wer profitiert? Wer wird hier gegeneinander ausgespielt? Wessen Bedürfnisse werden hier befriedigt? Wessen Wahlmöglichkeiten werden verringert und welche für wen vergrößert? Was hat das mit der Hungerkrise zu tun? Welche Landwirtschaft, welches Lebensmittelsystem wollen wir?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ernährungssouveränität stellt diese Fragen. BäuerInnen und KonsumentInnen werden dabei nicht gegeneinander ausgespielt. Sie sind heute Teil eines globalen Ernährungssystems, das ihnen in zentralen Zukunftsfragen keine Wahl lässt. Es ist Zeit, sich diese Wahlmöglichkeiten solidarisch neu anzueignen, sie in neuen Bündnissen zu erschließen und auszuweiten. Demokratie erhält dabei neuen Gehalt. Es geht um die ansonsten unsichtbaren und dem System zugrunde liegenden sozialen und ökologischen Verhältnisse. Davor wollen wir die Augen nicht verschließen. Es ist Zeit für Solidarität. Das ist die Grundvoraussetzung für den dringend notwendigen Paradigmenwechsel in der Landwirtschaft. Millionen Menschen engagieren sich weltweit für diese Perspektive.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-size:85%;" &gt;*) Anmerkung: Hofer ist bei weitem nicht der einzige Supermarkt, auf den sich diese Aktion beziehen könnte. Vielmehr geht es um das Sichtbarmachen der strukturellen Probleme.&lt;br /&gt;**) Nebenbei gesagt wird dies der einzige „Rechtsbruch“ der Aktion sein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;16.April 2009, 18:30&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Podiumsdiskussion: "Super Markt. - Billigpreise zum Nulltarif?&lt;/span&gt;"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ort: Galerie im Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_M13GT-mJKKA/SdnSp9kGZwI/AAAAAAAAACU/3SYEzoNNANk/s1600-h/barcode_logo_manon.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 300px; height: 285px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_M13GT-mJKKA/SdnSp9kGZwI/AAAAAAAAACU/3SYEzoNNANk/s320/barcode_logo_manon.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5321516053057398530" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Rund um den Globus befinden sich Supermärkte auf dem Vormarsch. Bei Lebensmitteln sind es weltweit nur noch dreißig Supermarktketten, welche ein Drittel des gesamten Handels abwickeln. Wenige Branchen haben in den letzten Jahrzehnten einen ähnlich starken Konzentrationsprozess erlebt wie der Einzelhandel. In Österreich beherrschen die größten drei Supermarktketten 78 Prozent des Marktes. Garant des Erfolges sind in erster Linie Dauertiefstpreise. Das Problem ist allerdings: Die vielgepriesene Billigware gibt es nicht zum Nulltarif. Vielmehr wäre sie ohne Verletzung sozialer Rechte und ohne Zerstörung ökologischer Ressourcen weltweit überhaupt nicht möglich. Supermärkte agieren als treibende Kräfte im vorherrschenden globalen Lebensmittelsystem, in dem Hunger inmitten von Überfluss Alltag ist. - Gleichzeitig sind immer mehr Menschen aufgrund neoliberaler Politiken mit zunehmender Armut, Ungleichverteilung und prekären Arbeitsverhältnissen konfrontiert.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;In all diesen Zusammenhängen kommt Supermärkten eine zentrale Rolle zu. Sie geben nicht nur Preise vor, sondern verschärfen mit ihren Politiken sowohl Lohn- und Sozialdumping, Ausbeutung von ArbeiterInnen und BäuerInnen sowie ökologische Zerstörung. Bei jedem Einkauf betreten KonsumentInnen also ein – vielfach unsichtbares – Netzwerk, das ProduzentInnen, LieferantInnen, ArbeitnehmerInnen und KonsumentInnen auf spezifische Weise miteinander verbindet und gegeneinander ausspielt.&lt;br /&gt;Wir wollen in dieser Veranstaltung – angesichts von Wirtschafts-, Klima-, Energie und Hungerkrise – der besonderen Rolle von Supermärkten nachgehen. Gemeinsam möchten wir über Handlungsmöglichkeiten und Perspektiven für gemeinsame Strategien diskutieren. Denn nichts ist letztlich unrealistischer, als so weiterzumachen wie bisher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es diskutieren:&lt;br /&gt;•    Gerhard Riess (GMTN)&lt;br /&gt;•    Ernst Halbmayr (IG Milch)&lt;br /&gt;•    Manfred Wolf (GPA-DJP)&lt;br /&gt;•    Michaela Königshofer (Clean Clothes Kampagne)&lt;br /&gt;•    Jens Karg (Global 2000)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Moderation:&lt;br /&gt;•    Karin Okonkwo-Klampfer (ÖBV/Via Campesina Austria)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8051248517725236144-8301925513297114062?l=supermarktaktionstag.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://supermarktaktionstag.blogspot.com/feeds/8301925513297114062/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://supermarktaktionstag.blogspot.com/2009/03/aktuelles-aktionstag.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8051248517725236144/posts/default/8301925513297114062'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8051248517725236144/posts/default/8301925513297114062'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://supermarktaktionstag.blogspot.com/2009/03/aktuelles-aktionstag.html' title='Aktuelles Aktionstag'/><author><name>NZ wiredonkies racing team</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08063230025895223732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_M13GT-mJKKA/SdnSp9kGZwI/AAAAAAAAACU/3SYEzoNNANk/s72-c/barcode_logo_manon.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8051248517725236144.post-1771124332166543081</id><published>2009-03-23T08:23:00.000-07:00</published><updated>2009-03-25T04:51:42.124-07:00</updated><title type='text'>Super Markt? Billigpreise sind nicht zum Nulltarif!</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen Ausbeutung, Verdrängung und ökologische Zerstörung. -– &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Für ein ganz anderes Klima!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angesichts des Zusammenfallens von Ernährungs-, Energie-, Klima- und Wirtschaftskrise gilt es, die vorherrschenden Produktions- und Konsumtionsnormen radikal zu hinterfragen. Dazu ist es notwendig, sich genauer mit Akteuren auseinanderzusetzen, bei denen die Fäden von Produktion und Konsum zusammenlaufen: dem Supermarkt.&lt;br /&gt;Wer denkt bei der hektischen Einkaufstour zwischen Arbeitsende und Ladenschluss schon daran, dass Supermärkte als streng selektierende Türsteher des globalen Lebensmittelsystems agieren und wesentlich zu sozialer Ausbeutung und ökologischer Zerstörung beitragen? Bei jedem Einkauf  betreten wir ein – unsichtbares – Netzwerk, das NahrungsmittelproduzentInnen, LieferantInnen, ArbeitnehmerInnen und KonsumentInnen auf spezifische Weise miteinander verbindet und gegeneinander ausspielt. Während die Bilanzen der Einzelhandelsketten ebenso glänzen wie die in ihren Supermärkten feil gebotenen Waren, bleiben die Auswirkungen der enormen Zentralisierungs- und Konzentrationsprozesse auf Produktion, Vertrieb, Verkauf und Konsum von Lebensmitteln meist im Dunkeln. Hunger inmitten von Überfluss, Lohn- und Sozialdumping, Ausbeutung von ArbeiterInnen und BäuerInnen und ökologische Zerstörung weltweit – kennzeichnen eine tiefe Krise des Lebensmittelsystems.&lt;br /&gt;Wenn der Supermarkt uns als personifizierter Hausverstand gegenüber tritt, ist es an der Zeit, die Machtverhältnisse und Schattenseiten hinter diesem System zu beleuchten – aus einer globalen und lokalen Perspektive zugleich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Expansion der Supermärkte und ihre Folgen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Wenige Branchen haben in den letzten Jahrzehnten einen ähnlich starken Konzentrationsprozess erlebt wie der Lebensmittelhandel. In Österreich beherrschen die größten drei Supermarktketten 78 Prozent des Marktes.&lt;br /&gt;In den letzten 50 Jahren haben Supermarktketten in Europa und den USA schrittweise den Lebensmittelhandel erobert. Ging diese Expansion bis in die 80er Jahre vor allem auf Kosten von kleineren Märkten und Greißlern, setzte mit dem Erreichen einer Marktsättigung ein harter Kampf um Marktanteile zwischen den neuen Marktführern ein – zunehmend auch in Osteuropa. Der Kampf war und ist dabei im Wesentlichen ein Preiskampf, in dem versucht wird, die Endprodukte so billig wie möglich zu verkaufen, ohne die eigene Gewinnspanne zu gefährden. Dazu ist es notwendig, die Kosten in allen Bereichen der Wertschöpfungskette zu minimieren. „Wenn wir eine Möglichkeit zur Preissenkung sehen, dann setzen wir sie um“ oder „Höchste Qualität – niedrigster Preis“, so die Philosophie der führenden österreichischen Supermarktketten. Doch die viel gepriesene Billigware gibt es nicht zum Nulltarif – sie wäre ohne systematische Verletzung sozialer Rechte und ohne Zerstörung ökologischer Ressourcen überhaupt nicht möglich.&lt;br /&gt;Schikanöse Arbeitsbedingungen in den Supermärkten, existenzbedrohende Vertragsbedingungen für österreichische Milchbäuerinnen/-bauern oder lateinamerikanische KaffeeproduzentInnen, extreme Ausbeutung von oft rechtlosen ArbeitsmigrantInnen, Bodendegenerierung und Verwüstung als Folge von Monokulturen und kurzfristiger Outputmaximierung – all diese Aspekte sind ebenso fixer Bestandteil der Supermarkt-Politik wie ihr ständiges „Aktion-“ und „heute günstiger“- Geschrei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Preisdiktate&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Supermarktketten geben nicht nur Preise vor, sie bestimmen auch Produktions- und Lieferbedingungen z. B. durch Qualitätsvorgaben, Verpackungsstandards, Mindestliefermengen usw. Besonders davon betroffen sind vor allem KleinbäuerInnen und LandarbeiterInnen weltweit, da diese die hohen Auflagen oft nicht erfüllen können.&lt;br /&gt;Die Folge sind häufig Konzentrationsprozesse bei den ProduzentInnen, die auf großen Flächen unter Rückgriff auf meist migrantische LandarbeiterInnen produzieren. An diese kann der Preisdruck der Supermarktketten verstärkt weitergegeben. Das Beispiel Almería zeigt, dass die ArbeiterInnen zumeist keine andere Wahl haben als zehnstündige Arbeitstage für einen Hungerlohn, keinerlei Arbeitsschutz, unbezahlte Überstunden und äußerst prekäre Unterkünfte zu akzeptieren. Wer sich zu wehren versucht, wird einfach rausgeworfen und problemlos ersetzt.&lt;br /&gt;Schikanen, Diskriminierung, Rassismus und sexualisierte Übergriffe prägen den Alltag der so genannten ErntehelferInnen.&lt;br /&gt;Ob bei Ananas und Bananen aus Lateinamerika, Erdbeeren aus dem Marchfeld oder Gemüse aus Holland – die Arbeitswelt der dahinter stehenden unsichtbaren ArbeiterInnen ist überall ähnlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Billig auf Kosten der Umwelt&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Nicht nur die ErntehelferInnen als letztes Glied einer langen Kette bekommen den Preisdruck zu spüren. Auch die Umwelt wird bei dieser Produktionsweise in Mitleidenschaft gezogen. Die industrielle, auf Monokulturen setzende Landwirtschaft kann ohne exzessive Pestizid- und Düngereinsätze nicht auskommen. Die Boden-, Wasser- und Lebensmittelqualität wird auf diese Weise untergraben und die Energieintensität der Nahrungsmittelproduktion massiv erhöht. Der eng mit dieser Landwirtschaftsform verbundene agroindustrielle Sektor ist somit auch eine treibende Kraft des Klimawandels. Die Vorgehensweise der Supermärkte und die Umweltzerstörung stehen oft in direktem Zusammenhang. Sie treiben die herrschende Form der industrialisierten und somit klimaschädlichen Landwirtschaft voran, leisten dem Verpackungs- und Tiefkühlwahnsinn im Wegwerf-Kapitalismus Vorschub und forcieren permanente Verfügbarkeit von Obst und Gemüse aus aller Welt, was mit einem hohem Transportaufwand und einer energieintensiven, ausbeuterischen und umweltzerstörenden Produktionsweise verbunden ist. Weiters fördern sie durch ihre Standort- und Parkplatzpolitik den Einkauf mittels Auto.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Supermärkte als Arbeitgeber&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Lohndruck, Gewerkschaftsfeindlichkeit, Arbeitstempo, hoher Überwachungsgrad, unbezahlte Überstunden und prekäre Verhältnisse beschreiben die Arbeitsbedingungen in Supermärkten, welche besonders bei Diskontern auf die Spitze getrieben werden. Der Einzelhandel insgesamt ist einer jener Sektoren, in dem die Verschlechterung der Arbeitsverhältnisse am weitesten voran geschritten ist.&lt;br /&gt;So ist der Handel eine Branche, die einen relativ hohen Umschlag an Arbeitsplätzen und -kräften aufweist. Für die Angestellten bedeutet dies eine große Unsicherheit bezüglich ihrer Beschäftigungsverhältnisse. Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten steigt immer mehr an, obwohl sich viele eigentlich eine Vollzeitbeschäftigung wünschen würden. Damit hängt auch die steigende Unzufriedenheit der Angestellten mit ihrem Einkommen zusammen. Frauen und MigrantInnen sind in diesem Sektor besonders häufig beschäftigt – kein Wunder: auch hier kann der Druck am leichtesten an Schwächere weitergegeben werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Konsum gut, alles gut?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Angesichts der fortschreitenden Verarmung und Prekarisierung weiter Bevölkerungsteile könnte der Anschein entstehen, dass es notwendig ist, billig zu produzieren, um günstige Lebensmittel anzubieten und dass negative Konsequenzen dafür in Kauf genommen werden müssen. Doch diese Argumentation bedeutet, das Pferd von hinten aufzuzäumen: Denn die Supermarktketten haben mit ihrem Lohndumping einen wesentlichen Anteil an der Prekarisierung. Außerdem schrauben billige Lebensmittel die Arbeitskosten in anderen Wirtschaftssektoren zurück und dienen somit als indirekte Subvention für Unternehmen: „Löhne rauf“, nicht „Preise runter“ müsste also die Forderung lauten, um aus der zunehmenden Armutsspirale ausbrechen zu können.&lt;br /&gt;Die derzeitige Entwicklung des Lebensmittelsektors trägt keineswegs dazu bei, Probleme, die durch die enorme Ungleichverteilung von Einkommen entstanden sind, zu mildern. Im Gegenteil: sie verstärkt und verdeutlicht gleichzeitig die Bruchlinie zwischen Reich und Arm, Privilegierten und Ausgeschlossenen. Dies passiert zum einen durch die Dualisierung des Lebensmittelmarkts: während Diskonter Billigprodukte von zweifelhafter Qualität produzieren, befriedigt die Ober- und Mittelschicht ihre gehobenen Bedürfnisse mit Convenience- oder Bioprodukten.  Unsere „Käuferklassengesellschaft“ tritt hier zutage. Zum anderen gehen die starken Konzentrationsprozesse im Lebensmittelhandel auf Kosten der Nahversorgung. Ohnehin schon benachteiligte Regionen insbesondere im ländlichen Raum verlieren wohnortnahe Einkaufsmöglichkeiten, während in neuen Zentren riesige Konsumtempel aus dem Boden schießen.&lt;br /&gt;Nicht nur die Verödung ganzer Stadtteile oder Dörfer sind die Folge, auch arbeitsmarktpolitisch stellt dies ein Problem dar. Für einen Arbeitsplatz bei Lidl fallen etwa drei Arbeitsplätze im übrigen Einzelhandel weg. Noch zugespitzter ist die Situation in den armen Ländern. Beispiel Vietnam: hier ersetzt eine Arbeitskraft im Supermarkt vier bis fünf Klein- bzw. StraßenhändlerInnen. In Guatemala werden diese aktuell gewaltsam vertrieben und ermordet. GroßproduzentInnen profitieren von den neuen Strukturen und steigern ihren Gewinn, während KleinproduzentInnen auf der ganzen Welt ums Überleben kämpfen. Die dramatische Hungerkrise ist hier nur die offensichtlichste Folge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Supermärkte und Ernährungssouveränität?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Die Krise des Lebensmittelsektors lässt sich an folgendem Zusammenhang deutlich ablesen: eine Milliarde hungernder Menschen weltweit, denen eine noch größere Zahl an Übergewichtigen gegenübersteht. Das vorherrschende Lebensmittelsystem ist trotz Überflussproduktion nicht in der Lage, allen Menschen eine ausreichende, gesunde und ökologisch nachhaltige Ernährung und Lebensgrundlage zu gewährleisten. Diese Krise verlangt nach einem Paradigmenwechsel in Richtung Ernährungssouveränität. Voraussetzung dafür ist ein anderes, demokratisches, ökologisch und sozial nachhaltiges Produktions- und Konsumtionssystem.&lt;br /&gt;Die Krise hängt wesentlich mit Armut, Ausbeutung, Ungleichverteilung, Machtkonzentration, Enteignungen und ökologischer Zerstörung zusammen. Globale Supermärkte verschärfen und beschleunigen diese Dynamiken. Supermärkte haben kein Interesse daran, Hungernde zu ernähren. Die tagtägliche Vernichtung der nicht verkauften Lebensmittel beweist dies. Im Kapitalismus wird Brot an die Habenden, nicht an die geldlosen Hungernden verteilt. - Das Recht auf Nahrung ist eine Frage der Leistbarkeit und wird gleichzeitig durch die (Über)Produktion für die Habenden untergraben.&lt;br /&gt;Auch die KonsumentInnen sind aufgerufen, ihre scheinbare (Konsum)Freiheit genauer zu hinterfragen. Welchen Spielraum lassen Supermärkte bei der Entscheidung für eine gesunde Ernährung, wenn Produktangebot und –qualität den KonsumentInnen doch von einigen wenigen EntscheidungsträgerInnen im Einkauf der Handelsketten vorgegeben werden? Wer entscheidet, was in Lebensmitteln enthalten ist? Wer entscheidet über Preis und Lohn? Und auf wessen Kosten? Wirken sich diese Kosten nicht gesamtgesellschaftlich negativ aus? Die von oben angebotene „KonsumentInnendemokratie“ stellt angesichts dieser Zusammenhänge keine ausreichende Alternative dar. Kritischer Konsum ist wichtig, aber angesichts der Probleme nicht ausreichend. Kritischer, ethisch-bewusster Konsum kann immer nur einen ersten, aber letztlich nicht hinreichenden Schritt darstellen.&lt;br /&gt;Das Angebot von Bioprodukten in den Supermärkten vermag die Kritik nicht zu mindern: auch wenn viele Ketten eine mehr oder weniger große Auswahl an Biowaren im Sortiment führen, so stellt sich die Frage nach der Auswirkung auf die biologische Landwirtschaft. Mit dem Einzug biologischer Lebensmittel in die Supermärkte treten die Bedeutung des Biolandbaus als soziale Bewegung und der Anspruch auf selbstbestimmtes Wirtschaften in regionalen Zusammenhängen in den Hintergrund. Konventionalisierung und Vereinheitlichung statt vielfältige Erzeugung, Konkurrenzkampf und große Abhängigkeit von den abnehmenden Supermärkten statt Erzeuger-Verbraucher-Solidarität, Output-Maximierung statt Qualitätssicherung, Preisverfall und eine Vereinfachung auf eine reine Produktionsmethode machen sich nun in der biologischen Landwirtschaft breit. Ähnliches gilt für „FairTrade-Produkte“. Bio- und Fair-Trade-Produkte beinhalten gleichzeitig aber auch die Möglichkeit eines anderen Wirtschaftens und daran wollen wir anknüpfen. Dieses andere Wirtschaften findet allerdings im Supermarktsystem klare Grenzen und dabei wollen wir nicht stehenbleiben. Ob mensch einem rein profitorientierten Handelssystem den Aufbau einer sozialeren und ökologischeren Alternative (mit Bio- und FairTrade-Nischen) anvertrauen will, sollte jedeR aufgrund des Gesagten für sich selbst entscheiden können!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Fragen wollen wir ernsthaft auf die Tagesordnung setzen. Es geht um den Beginn einer demokratischen Debatte und eine umfassende Demokratisierung des Lebensmittelsystems. Die Entscheidungskriterien und –grundlagen, auf denen unser Lebensmittelsystem beruht, dürfen nicht in der Profitmaximierung bestehen. Aus diesem System heraus sind keine hinreichenden Veränderungen zu erwarten, es braucht Menschen weltweit, die die dominanten Akteure mit diesen Fragen konfrontieren. Wir müssen jene Punkte sichtbar machen, an denen sich die Krise tagtäglich zeigt. Dem „ich kaufe, also bin ich“ setzen wir die Forderung nach einem gesellschaftlichen Paradigmenwechsel entgegen. Wir brauchen neue Allianzen und globale Solidarität. Wir wollen an einem alternativen Lebensmittelsystem bauen. – Unzählige Beispiele weltweit zeigen, dass dies auch anders möglich ist. Wir brauchen neue Formen des demokratisch vermittelten Produzierens und Konsumierens. Nichts ist unrealistischer, als so weiterzumachen, wie bisher. Wir wollen ein anderes Lebensmittelsystem!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wohlstand für alle! Globale (soziale) Rechte aneignen! Für ein ganz anderes Klima! Ernährungssouveränität jetzt!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://kommzuuns.ko.funpic.de/supermarkt/hintergr_supermarktaktion.pdf"&gt;&lt;br /&gt;Download Hintergrund-PDF&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8051248517725236144-1771124332166543081?l=supermarktaktionstag.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://supermarktaktionstag.blogspot.com/feeds/1771124332166543081/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://supermarktaktionstag.blogspot.com/2009/03/super-markt-billigpreise-sind-nicht-zum_23.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8051248517725236144/posts/default/1771124332166543081'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8051248517725236144/posts/default/1771124332166543081'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://supermarktaktionstag.blogspot.com/2009/03/super-markt-billigpreise-sind-nicht-zum_23.html' title='Super Markt? Billigpreise sind nicht zum Nulltarif!'/><author><name>NZ wiredonkies racing team</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08063230025895223732</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry></feed>
